Samtgemeinde Fürstenau 2009

Mittlerweile sehen die Verwaltungsspitzen es als unbedingt notwendig an, das Bürgerengagement stärker in die kommunalen Entscheidungen zu integrieren. Nachhaltigkeit und nachhaltiges Flächenmanagement werden nicht mehr in Frage gestellt. Ratsbeschlüsse zur Verankerung des Leitbildes sowie zur Einführung eines nachhaltigen Flächenmanagements und die Einrichtung eines Bürgerforums wurden in einer Sitzung im Juni jedoch zunächst zurückgestellt. Der Samtgemeinderat beabsichtigt, sich in einem zusätzlichen Workshop intensiv mit dem Leitbild auseinander zu setzen. Entsprechende Beschlüsse werden noch für Herbst diesen Jahres erwartet.

Die Vermarktung der Pommernkaserne ist in vollem Gange. Geplant ist die Umnutzung der gesamten Anlage als Ferien- und Freizeitpark mit Tagungshotel, Ralley-Betrieb, Schießgelände und einem Sport- und Spielbereich. Drei niederländische Investoren haben sich dafür zusammengetan:

Peter van Merksteijn, ein führender Hersteller von Baustahlmatten, Drahterzeugnissen und Stahlzäunen. Zur Zeit arbeiten ca. 800 Mitarbeiter für die Van Merksteijn Gruppe in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich und Deutschland.

Hans Lesscher, Lesscher ICT liefert und entwickelt hauptsächlich Computer, Software, Telefon- und Data-Lösungen für den freien Markt und das Niederländische Bildungsministerium. Zur Zeit arbeiten ca. 150 Mitarbeiter für die Lesscher Gruppe.

Jan Boomkamp, dessen Betriebe überwiegend Produkte und Dienstleistungen im Grün- und Gartenbereich anbieten. Die Firmengruppe besteht aus einem Gartencenter, einem Garten-Landbaubetrieb, 55 Schaugärten, 200 ha Baumschulen und einem Gartenpflanzengroßhandel. Die Jan Boomkamp Gruppe exportiert in 25 Länder und hat z.Zt. 150 Mitarbeiter.
Das Büro “ZKA“ aus Zwolle (Niederlande) erarbeitet derzeit (Juni 2009) einen ersten Entwurf für das Gesamtkonzept. Nach seiner Fertigstellung durchläuft das Gesamtkonzept das Raumordnungsverfahren. Geplant ist der sukzessive Ausbau der Anlagen. Erhaltenswerte Waldflächen sollen von Eingriffen verschont bleiben. Auch ein Name für den Park ist bereits im Gespräch: „DYNAMEET“ .

Das Kasernengelände wird innerhalb der nächsten 4 - 5 Jahre vollständig in einen Ferien- und Freizeitpark umgestaltet und in Betrieb genommen sein. Dabei werden sich die Möglichkeiten nicht nur auf Angebote für Familien- und Gruppenreisen beschränken. Zielgruppen sind auch Unternehmen und Institutionen, die den Park als Zentrum für Tagungen, Kongresse oder für Betriebsausflüge nutzen können. Es wird mit Besucherzahlen pro Jahr im sechsstelligen Bereich gerechnet.

Das wird natürlich auch Auswirkungen auf die Stadt und die Samtgemeinde Fürstenau insgesamt haben. Verbunden mit den erwarteten Besuchern werden ganz neue Dienstleistungsberufe entstehen. Es ist davon auszugehen, dass diese erhebliche Strahlungseffekte auf Gebäudeleerstände und Arbeitslosenzahlen entwickeln werden. Derzeit wird ein Leerstandsmanagement in der Samtgemeinde installiert, vertreten durch einen sog. „Citymanager“, der auch die Aufgabe hat, ein einheitliches Vermarktungskonzept zu entwickeln.

Die Entwicklungen auf der Pommernkaserne hätte es auch ohne die „Gläserne Konversion“ gegeben. Die Entwicklungen wären allerdings nicht so weit fortgeschritten, wie sie es heute sind. Vor allem hätte es das Flächenbewusstsein bei Bürgern und Politikern so nicht gegeben. Das Forschungsprojekt hat also nicht nur im Bereich der Kaserne Impulse gesetzt. Auch in der Entwicklung der ganzen Samtgemeinde Fürstenau ist ein neuer, richtungsweisender Schub deutlich spürbar.