Projektstruktur

Das Projekt ist in fünf Teilprojekte mit jeweils unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten gegliedert:

Teilprojekt 1: Koordination und Referenzstandort

Die Projektorganisation und -koordination liegt bei der Samtgemeinde Barnstorf. Sie ermöglicht die Durchführung der Untersuchungen, Befragungen und Veranstaltungen vor Ort. Die Samtgemeinde stellt auch die lokalen Wirtschafts- und Flächendaten bereit und nimmt eine Teilbewertung vor. Sie bildet die Nahtstelle zu den örtlichen kommunalen Entscheidern, den Bürgerinnenn und Bürgern sowie zu den lokalen Akteuren. Vertreter der Samtgemeinde stellen in Diskussionsrunden und Analysegesprächen mit dem Forschungsverbund die Sichtweise der Kommune dar.

   
Teilprojekt 2: Vergleichsstandort

Die Samtgemeinde Fürstenau stellt lokale Daten bereit und nimmt eine Teilbewertung vor. Wie die Referenzgemeinde übernimmt sie organisatorische Aufgaben und die Kontaktanbahnung zu den Akteuren vor Ort wahr. Die Samtgemeinde Fürstenau ist ebenfalls in interne Diskussionen und Analysen eingebunden.

   
Teilprojekt 3: Kommunikation und Partizipation

Ziel dieses Teilprojektes ist es, einen hierarchie- und sektorübergreifenden Informations-, Kommunikations- und Kooperationsprozess zu entwickeln. EinwohnerInnen und Multiplikatoren sowie Entscheidungsträger werden an dem Konversions- und Flächenmanagementprozess aktiv beteiligt. Die Arbeit basiert auf informellen Instrumenten, die insbesondere eine Bewusstseinsbildung, kooperative Planungsansätze und ein anderes ökonomisches Umgehen und Bewerten von Flächen zum Ziel haben:

  • Prozessbegleitung und -analyse und Einbindung der Beiräte,
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Befragungen und Workshops, Einwohnerbeiräte u.a. Veranstaltungen,
  • Verschneiden von Wirkungszusammenhängen
   
Teilprojekt 4: Umweltfaktoren

Im Rahmen einer Bestandsaufnahme werden die relevanten umweltbezogenen Daten und Pläne der beiden Samtgemeinden erhoben und aufbereitet. Die Untersuchung des schutzwürdigen Mediums Boden, als zunehmend knapper werdende Ressource, stellt dabei einen Schwerpunkt dar. Bei den zu erfassenden Parametern handelt es sich insbesondere um Daten aus den Bereichen

  • Naturschutz (Biotope),
  • Flächennutzung (Erholungsgebiete, landwirtschaftliche Nutzflächen, Landschaftsschutzgebiete, sonstige Schutzgebiete etc.),
  • Boden (i.w. Bodenarten, Bodentypen, schädliche Bodenveränderungen),
  • Altlasten (Kampfmittel durch Kriegs-/Nachkriegseinwirkungen, Bodenbelastungen durch militärische Nutzung etc.) und
  • Wasser (Oberflächen- und Grundwasser).
   
 Teilprojekt 5: Regionalökonomie und Regionalplanung

Durch die Erhebung und Generierung sozio-ökonomischer Indikatoren wird ein Profil des Untersuchungsgebietes entwickelt. Stärken, Schwächen, Chancen und Hemmnisse werden herausgearbeitet und zukünftige Entwicklungstendenzen daraus abgeleitet. Im Vordergrund stehen die grundlegenden regionalwirtschaftlich relevanten Strukturen und Entwicklungstrends von privaten Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Gebietskörperschaften. Anhand eines Entwicklungsmodells werden anschließend wichtige Determinanten und Charakteristika regionaler Entwicklungsprozesse dargestellt.